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Praxis für naturheilkundliche Psychotherapie (HPG*)
HP Psych. Petra Brünner

Wenn Probleme, Krisen oder Konflikte im Leben entstehen, gibt es auch immer Chancen. Wachstum ist möglich.
Sie können diese Chancen nutzen!

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Geschichten und Gedanken - Bitten eines Kindes - Fastenzeit

Geschichten und Gedanken

Wollten Sie schon immer einmal Ihre Gedanken zu Papier bringen? Haben Sie vielleicht schon lange eine von Ihnen verfasste Geschichte in der Schublade liegen? Nur Mut! An dieser Stelle möchte ich Ihnen das Wort überlassen.

Ich freue mich ebenso über nachdenkliche und traurige Geschichten wie über humorvolle und lustige Texte, die hier im monatlichen Wechsel veröffentlicht werden sollen.

Die Autoren/innen bleiben auf Wunsch anonym, sind mir aber namentlich bekannt. Die Urheberrechte bleiben ausnahmslos bei den Verfassern.

Senden Sie mir bitte Ihre Geschichten per E-Mail oder per Post unter Angabe Ihrer Adresse. Ich behalte mir vor, welche Veröffentlichungen vorgenommen werden.

Per Post eingesandte Arbeiten werden zurückgeschickt, wenn Sie mir einen mit Rückporto versehenen Umschlag beigelegt haben.


Bitten eines Kindes
  • Verwöhne mich nicht:
    Ich weiß wohl, dass ich nicht alles haben kann, wonach ich frage. Ich will dich nur auf die Probe stellen.
  • Kritisiere mich nicht im Beisein anderer, wenn es vermeidbar ist
    Ich werde deinen Worten mehr Beachtung schenken, wenn du leise und unter vier Augen zu mir sprichst.
  • Bleibe im Umgang mit mir standhaft
    Ich fühle mich dann sicherer.
  • Schenke meinen kleinen Unpässlichkeiten nicht zuviel Aufmerksamkeit
    Sie verschaffen mir manchmal einfach die Zuwendung, die ich brauche.
  • Hindere mich daran, schlechte Angewohnheiten anzunehmen
    Ich will mich darauf verlassen, dass du sie schon in ihren Ansätzen erkennst.
  • Sei nicht fassungslos, wenn ich dir Dinge sage wie "Ich hasse dich!"
    Ich hasse nicht dich, sondern deine Macht, meine Pläne zu durchkreuzen.
  • Erspare mir nicht die Folgen meines Tuns
    Ich muss auch hin und wieder peinliche Erfahrungen machen. Halte es aus.
  • Nörgle nicht
    Wenn du das tust, stelle ich mich taub.
  • Mache niemals vorschnelle oder falsche Versprechungen
    Wenn du Versprechen brichst, bricht auch mein Vertrauen und ich fühle mich im Stich gelassen.
  • Sei konsequent
    Inkonsequenz verunsichert mich, denn ich kann mich nicht auf das verlassen, was du sagst.
  • Lass mich ausreden, wenn ich Fragen stelle.
    Wenn du mich unterbrichst, hole ich mir die Informationen anderswo.
  • Nimm meine Ängste ernst
    Meine Ängste sind erschreckend wirklich, aber du gibst mir Halt, wenn du versuchst, sie zu verstehen.
  • Tu nicht perfekt und unfehlbar
    Der Schock ist groß für mich, wenn ich herausfinde, dass du es doch nicht bist.
  • Es ist nicht unter deiner Würde, dich bei mir zu entschuldigen
    Eine ehrliche Entschuldigung weckt meine Zuneigung zu dir.
  • Bitte halte meine Experimente aus, wenn sie nicht gefährlich oder schädlich sind
    Ohne sie kann ich nicht wirklich groß werden.
  • Halte Schritt mit meinem Wachstum
    Es ist manchmal schwer für dich, mich groß werden zu sehen. Bitte versuche es.
(aus d. Broschüre "Mein Teddy hat nicht aufgepaßt", LKA Sachsen)


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Fastenzeit

Weihnachten ist vorbei. Hier und da schmücken noch bunte Klebebilder mit lustigen Engeln die Fensterscheiben und so manch ein Tannenbaum darf auch nach dem 06. Januar sein warmes Licht in den Wohnzimmern verbreiten.
Doch sobald die Tage merklich länger werden und die Luft einen Hauch von Frühling mit sich führt, läuft das Leben wieder anders. Die innere Uhr fühlt das baldige Erwachen der Natur.

Das nächste große Fest, das uns erwartet, ist Ostern. Diese Zeit zwischen Weihnachten und Ostern hat eine ganz eigene Qualität für mich. Schon längst hat die Vorweihnachtszeit in meinen Augen ihren Reiz verloren. Jedes Jahr freue ich mich auf gemütliche Adventsnachmittage, durch Geschäfte bummeln, um Geschenke auszusuchen oder einfach mit ein paar lieben Menschen gemeinsam diese Zeit zu genießen.

Doch leider wird es immer hektischer um mich. Eine weihnachtliche Veranstaltung jagt die nächste und dann kommen noch die selbstauferlegten Verpflichtungen hinzu. Natürlich möchte ich zu Weihnachten auch ein sauberes und festlich geschmücktes Heim haben.

Und dann kommt Weihnachten und als ob jemand mit einer Nadel in einen Ballon sticht, ist bei mir die Luft raus. Ich bin nur noch müde und gestresst.

Anders die folgende Zeit. Gleich nach Karneval beginnt die Fastenzeit. Ich habe sie noch nie eingehalten, aber sehr interessiert in den letzten Jahren einen neuen Trend beobachtet. Es wird nicht mehr ausschließlich auf bestimmte Nahrungsmittel verzichtet, sondern ganz bewusst auf Luxusgüter oder schlechte Angewohnheiten. Die Vorsätze von Silvester sind vielleicht schon lange vergessen. Es liegt nun einmal in der menschlichen Natur, dass Wörter wie NIE wieder oder IMMER eher abschreckend und entmutigend wirken.

Die Fastenzeit beträgt 6 Wochen. Das ist eine überschaubare Zeit mit einem festen Ziel. Mit Recht kann ich stolz auf mich sein, wenn ich das, was ich mir vorgenommen habe, durchgehalten habe. Also mache ich mir Gedanken, was für mich ein echter Verzicht wäre. Bei all den Dingen, die mir so durch den Kopf gehen, fällt mir etwas auf. Jeder einzelne Verzicht gibt mir gleichzeitig etwas. Wenn ich mit dem Rauchen aufhöre oder für die Fastenzeit Alkohol und Süßigkeiten meide, bedankt sich meine Gesundheit. Wenn ich mich entscheide auf das Fernsehen zu verzichten, habe ich viel mehr Zeit für mich.

Gar nicht mal so einfach, etwas passendes für mich zu finden. Ich habe tatsächlich lange überlegt und mich entschieden, in der Fastenzeit auf Bequemlichkeit zu verzichten. Ganz bewusst will ich leben und gezielt in meinen Tagesablauf Fahrten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto, oder Sport treiben statt auf dem Sofa rumlümmeln, einplanen.

Ich bin gespannt, ob ich es durchhalte.

(Autorin in der Praxis bekannt)

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Aktualisiert am: 09.04.2009